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SOLAR-LEXIKON

A (Zeichen für Ampere)
Abkürzung für Ampere.
Maßeinheit der elektrischen Stromstärke.

Absorber (-blech)
Der Absorber ist das Kernstück eines Solarkollektors. Er nimmt die einfallende Sonnenstrahlung auf, wandelt sie in Wärme um und
gibt sie über ein Rohrsystem an das Wärmeträgermedium ab.
Das Absorberblech ist aus Kupfer. Auf der sonnenbeschienenen Seite wird es speziell beschichtet, um die Sonneneinstrahlung
besonders effektiv zu absorbieren. Durch die Beschichtung erhalten die Kollektoren ihre typische tiefblaue Färbung.

Absorption
Aufnahme kurzwelligen Sonnenlichts von einem Körper und Umwandlung in Wärme.

AC (engl.: alternating current = Wechselstrom)
Siehe -> Wechselstrom.
Im deutschen Versorgungsnetz kommt der Strom als 230 Volt Wechselstrom aus der Steckdose.

Akkumulator (Akku)
Zwischenspeicher für den Solarstrom im Inselbetrieb. Der gewonnene Solarstrom wird, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt nutzen zu können,
im Akkumulator zwischengespeichert.

AM
(AM, engl.: Air Mass).
Durch Reflexion, Absorption und Streuung wird die Sonnenstrahlung auf ihrem Weg durch die Erdatmosphäre vermindert. Je länger der Weg durch die Erdatmosphäre ist, umso größer ist die Minderung der Sonnenstrahlung. Der Faktor AM gibt an, wie lang der Weg der Sonnenstrahlung durch die Erdatmosphäre ist und wird im Verhältnis zur Atmosphärendicke angegeben. In Deutschland wird mit einem AM-Index von 1,5 gerechnet.

Amorphes Silizium (griechisch: amorph = gestaltlos)
Amorphes Silizium findet in Dünnschichtsolarzellen seine Hauptanwendung. Im Gegensatz zu mono- oder polykristallinem Silizium sind die Atome nicht regelmäßig in einem Kristallgitter angeordnet, sondern unregelmäßig ohne eine geordnete Struktur. Amorphes Silizium wird auf das Trägermaterial wie Glas oder Metallfolie in mehreren Schichten aufgedampft. 

Anlagenstillstand (Stagnation)
Man spricht von Anlagenstillstand, wenn bei geladenem Speicher und vorhandener Sonneneinstrahlung keine Förderung des Wärmeträgermediums in einer Kollektoranlage stattfindet. Der Wärmeträger verdampft und wird in das Ausdehnungsgefäß gedrückt. Danach geht die Anlage wieder in den normalen Betrieb über.

Antireflexschicht
Schicht auf der Oberfläche von Solarzellen und Solargläsern zur Verringerung der Reflexionsverluste.
Vergleichbar mit der Entspiegelung von Brillengläsern. Da reflektiertes Licht nicht mehr für die Stromproduktion in den PV –Modulen zur Verfügung steht, wird durch eine dünne Antireflexschicht mit ihrer meist blauen Farbe der Wirkungsgrad von Zelle und Modul erhöht. Bei anderen Farben ist diese Wirkung geringer.

Ausdehnungsgefäß
Siehe MAG.

Ausrichtung (Nach Himmelsrichtung und Neigung)
Eine Solaranlage wird im Idealfall nach Süd-Ost bis Süd-West ausgerichtet. Sie kann aber auch bei West- oder Ost-Lagen realisiert werden. Die Thermiekollektoren und Photovoltaikmodule können im Bereich von 20° bis 60° geneigt sein. Kleinere Neigungswinkel erhöhen die Energieausbeute im Sommer, bei größeren Neigungswinkeln ist die Ausbeute im Winter höher.

Azimut
Der Azimut gibt an, um wie viel Grad die Flächen vom Thermiekollektor oder Photovoltaikmodul von der exakten Südausrichtung abweichen. Azimutwinkel 0º bezeichnet in der Solartechnik die Südausrichtung. Die Abweichung nach Osten wird mit -, die Abweichung nach Westen mit + Graden dargestellt.

Bestrahlungsstärke
Bezeichnet die Strahlungsleistung der Sonne auf eine Fläche, gemessen in W/m².

Blockgießverfahren
Häufigstes Verfahren für die Herstellung von polykristallinem Silizium. Das Silizium wird unter Vakuum geschmolzen und kontrolliert in Blöcken von 40x40 cm und 30 cm Höhe abgekühlt. Aus den zu Stangen bearbeiteten Blöcken werden dann 0,3 mm Dicke Scheiben gesägt.

Bypass-Diode
Schutzvorrichtung für PV-Module zur "Umleitung" des Stromes. Wird parallel zu einer bestimmten Anzahl von Solarzellen geschaltet, um im Fehlerfall einzelner Zellen das Gesamtsystem möglichst nicht zu beeinflussen und den so genannten Hot-Spot-Effekt (Überhitzung) zu vermeiden.

CdTe (Zeichen für Cadmium-Tellurid)
Ausgangsmaterial bei Dünnschichtsolarzellen, welche auf ein Trägerglas aufgebracht werden.

CIS (Zeichen für -> Kupfer-Indium-Diselenid)

Czochraski-Prozess (auch Tiegelziehprozess)
Verfahren zur Herstellung von monokristallinem Silizium. Dabei wird ein Impfkristall aus Silizium in eine Siliziumschmelze getaucht. Durch langsames Drehen und Hochziehen entsteht ein Einkristall mit einem Durchmesser von 30 cm und mehreren Metern Länge. Zu quadratischen Stangen geschnitten werden dann 0,3 mm dicke Scheiben abgesägt.

DC (engl.: direct current = Gleichstrom)
Siehe -> Gleichstrom
Solarzellen bzw. Solarmodule erzeugen Gleichstrom. Da die meisten Verbraucher im Haushalt Wechselstrom nutzen, wird der gewonnene Gleichstrom i.d.R. in Wechselstrom umgewandelt.

Deckungsanteil
Gibt den Anteil der Verbrauchsenergie an, der durch die Solaranlage gedeckt wird.

Diffuse Strahlung
Strahlungsanteil der Sonne, der durch Streuung an den Luftmolekülen und Wolken indirekt die Erdoberfläche erreicht.

Direkte Strahlung
Strahlungsanteil der Sonne, der direkt die Erdoberfläche erreicht. Dies ist der energiereichere Anteil der Sonnenstrahlung.

Dotieren
In das Halbleitermaterial der Solarzelle werden bei der Herstellung gezielt chemische Elemente eingebracht, um die Leitfähigkeit für eine positive oder negative Ladung zu erhöhen

Dünnschicht-Technik
Materialsparende Herstellungstechnik für Solarzellen (etwa hundertmal dünner als kristalline Siliziumzellen). Hierbei werden photoaktive Halbleiter bei 200º bis 500º C als dünne Schichten auf ein Trägermaterial (z.B. Glas, Metall-, Kunststofffolien) durch Aufdampfen oder galvanisch aufgebracht. Als Material wird amorphes Silizium, Kupfer-Indium-Diselenid (CIS) oder Cadmium-Tellurid (CdTe) verwendet.

EFG- Verfahren (Edge defined Film-fed Growth)
Mit Hilfe eines achteckigen Trägers aus Grafit wird eine 4 m lange achteckige Röhre mit 10 cm Seitenlänge und ca. 0,3 mm Wandstärke aus der Siliziumschmelze gezogen. Ein Laser schneidet anschließend aus den ebenen Flächen die Siliziumscheiben.

Einspeisevergütung
Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) muss Solarstrom in Deutschland durch die Netzbetreiber und die Energieversorgungsunternehmen mit einem festgelegten Betrag vergütet werden. Der Einspeise-Vertrag wird zwischen Anlagenbetreiber und dem Energieversoger für eine Laufzeit von 20 Jahren ab der Installation geschlossen. Die Konditionen sind gemäß dem EEG Gesetz für diese 20 Jahre festgeschrieben.         Bei der Einspeisevergütung handelt es sich nicht um eine staatliche Subvention, die Einspeisevergütung ist deshalb nicht steuerfinanziert. Die Vergütung wird über eine Umlage auf den Strompreis gedeckt. Im Jahr 2004 betrug der Anteil des Strompreises, der durch die Vergütungen von Solarstromeinspeisung verursacht wurde, nur ca. zwei Prozent.

Einspeisezähler
Der Einspeisezähler misst die von der Solarstromanlage produzierte und in das öffentliche Netz eingespeiste Strommenge in Kilowattstunden (kWh). Netzgekoppelte Photovoltaikanlagen müssen seit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz mit einem Einspeisezähler ausgestattet sein, der zusätzlich zum Verbrauchszähler angebracht wird, um die erzeugte und eingespeiste Energie vergüten lassen zu können.

Emission (von Sonnenenergie)
Abstrahlung des Sonnenlichts von einem Körper. Beim Kollektor werden 95 % der Sonneneinstrahlung absorbiert und nur 5 % reflektiert.

Energieertrag
Die von der Photovoltaikanlage in einem bestimmten Zeitraum produzierte elektrische Energie ist der Energieertrag. Dieser wird in kWh/a angegeben.

ENS
Einrichtung zur Netzüberwachung als Bestandteil des Netzeinspeisegerätes/Wechselrichters. ENS steht dabei als Abkürzung für „zwei voneinander unabhängige Einrichtungen zur Netzüberwachung mit jeweils zugeordneten Schaltorganen in Reihe“.

Erneuerbare Energien
Die Energiequellen, die nach menschlichem Zeitmaßstab unendlich zur Verfügung stehen. Das sind: Sonnenenergie, Erdwärme, Gezeitenkraft und Biomasse.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Regelt die Einspeisung und Vergütung von regenerativ erzeugtem Strom ins Netz der Energieversorger. Dieser aus erneuerbaren Energien erzeugte Strom muss lt. dem EEG von den Netzbetreibern bevorzugt aufgenommen werden. Für die unterschiedlichen Arten der Stromerzeugung wie z.B. aus Biomasse, Wasserkraft, Photovoltaik sind Höhe und Dauer der Einspeisevergütung unterschiedlich geregelt, da die Kosten der jeweiligen Erzeugung sich unterscheiden. Das EEG sieht vor, dass die Einspeisevergütung jährlich reduziert wird, um die Hersteller dieser Technologien anzureizen, ihre Produkte zu günstigeren Preisen anzubieten. 

ESG
Ein-Scheiben-Sicherheitsglas
Häufig verwendetes Frontglas von Photovoltaikmodulen zur Flächenstabilisierung der eingebetteten Zellen.

Europäischer Wirkungsrag
Wirkungsgrad von Wechselrichtern unter realistischen Lastbedingungen.

EVA
Ethylen Vinylacetat. Zelleinbettmasse für PV-Zellen in PV-Modulen. Beim Herstellprozess der Solarmodule schmilzt die EVA-Folie bei 150º C, wird durchsichtig und bildet eine dauerhafte Verbindung mit den eingebetteten Solarzellen. Damit sind die Zellen vor Umwelteinflüssen geschützt.

Generator
Generatoren wandeln andere Energieformen in Strom um. In der Solartechnik wird die Gesamtheit der zusammengeschalteten PV-Module als Generator bezeichnet.

Gleichstrom
Bei Gleichstrom bewegen sich die Elektronen nur in eine Richtung. Gleichstrom wird z. B. von Batterien und Photovoltaikmodulen abgegeben.

Globalstrahlung
Bezeichnet die auf eine horizontale Fläche auf der Erdoberfläche auftreffende Sonneneinstrahlung. Sie setzt sich aus der direkten und diffusen Strahlung zusammen.

Halbleiter
Halbleiter werden leitfähig erst bei einer bestimmten Temperatur oder Helligkeit.  Eine Umwandlung der solaren Strahlungsenergie in elektrischen Strom ist möglich und durch Dotierung kann die Leitfähigkeit verbessert werden, dies macht einen Halbleiter interessant für Solarzellen z.B.

Heizungsunterstützung
Heizungsunterstützung ist die Nutzung der Solarwärme zur Beheizung des Gebäudes.

Hot-Spot-Effekt
Zerstörung einer Solarzelle durch Hitzeentwicklung bei Teilverschattung eines PV-Moduls. Der Effekt wird durch Bypass-Dioden vermieden.

Inselsystem (hier für Solarstrom/Photovoltaik)
Vom Versorgungsnetz unabhängig betriebene Photovoltaikanlagen. Der Solarstrom wird im Akkumulator (Akku) gespeichert. Einsatz an abgelegenen Orten, wo der Anschluss an das öffentliche Netz nicht wirtschaftlich ist.

Intensität
= Bestrahlungsstärke. Sie wird in W/m² gemessen und beschreibt damit die einfallende Strahlungsleistung pro Flächeneinheit.

IP- Schutzgrad
Der IP- Schutzgrad gibt an, inwieweit in Gerät gegen das Staub und Wasser geschützt ist. Dieser Wert reicht von IP 00 bietet keinen Schutz bis IP 68 ist komplett staub- und wasserdicht. Für einen Einsatz im Aussenbereich ist die Mindestanforderung IP 54.

Kennlinie
Kennlinien werden in Diagrammen dargestellt und zeigen das elektrische Verhalten einer Solarzelle bzw. –moduls auf. Somit können wichtige Solarzellenkenngrößen schnell errechnet und ermittelt werden.

Kilowatt peak (kWp)
Einheit der Spitzenleistung eines Solarmoduls unter Standardtestbedingungen (Link). Wird nur unter optimalen Einstrahlungsverhältnissen erreicht.

Kilowattstunde (kWh)
Maßeinheit für Energie. Die elektrische Arbeit ist das Produkt aus elektrischer Leistung und Zeit.
1 kWh = 1000 Watt (W) über die Zeit (h) von einer Stunde.

Kollektor
Wandelt die Sonneneinstrahlung mittels eines Absorbers in Wärme um und überträgt diese an ein Wärmeträgermedium.

Kupfer- Indium- Diselenid (CIS)
Neben den ursprünglichen Kupfer- Indium-Diselenid können auch Verbindungen mit Schwefel oder Gallium als aktives Halbleitermaterial eingesetzt werden.

Kurzschlussstrom
Kurzschlussstrom wird erzeugt, wenn Plus- und Minusanschluss kurzgeschlossen sind, d.h. ohne einen Verbraucher dazwischen zusammengeschaltet werden. Dies ist der größte Strom in einer Solarzelle bzw. in einem Modul.

Laderegler
Elektronisches Gerät zur Überwachung und Regelung der Lade- und Entladevorgänge von Akkus oder Batterien, z.B. in PV-Inselanlagen.

Laminat
Meist werden rahmenlose Glas-Folien-Module kurz als Laminat bezeichnet, dass stellt den Verbund von Frontglas, Solarzellen, EVA und Rückseitenfolie dar.

Leerlaufspannung
Gemessene Spannung an den Anschlussklemmen eines Solarmoduls (bzw. Solarzelle) ohne Stromfluss.

Leistung
Ist die in einer bestimmten Zeit zur Verfügung gestellte Energie. Die Einheit ist Watt (W).

Mäanderverrohrung
Durchgehendes Rohr auf der Rückseite des Absorbers. Es gibt keine Nahtstellen und Verzweigungen bei der Leitungsführung. Voraussetzung für die einfache thermische Solaranlage im Keller.

MAG
Abkürzung für Membranausdehnungsgefäß. Nimmt die Ausdehnung der Solarflüssigkeit bei Wärmeeinwirkung auf.

Mismatching
Anhand der Fertigungstoleranzen können Moduleströme um bis zu 10 % von den Datenblattangaben abweichen. Bei einer Reihenverschaltung gibt der kleinste Strom den Strangstrom vor, somit können die anderen Module nicht mehr ihren vollen Strom abgeben. Diese daraus resultierenden Verluste heißen Mismatching- Verluste.

Modul
Siehe PV- Modul.

Monokristalline Zellstruktur
Silizium in geordneter Kristallstruktur. Basismaterial von monokristallinen Solarzellen. Gleichmäßige, dunkelblaue Färbung der Solarzellen. Monokristalline Zellen haben gegenüber polykristalliner Zellen einen leicht höheren Wirkungsgrad.

MPP
(MPP, engl.: Maximum Power Point).
Arbeitspunkt der maximalen Leistungsabgabe eines Solarmoduls (Solarzelle).

MPP- Regelung (MPP-Tracking)
Um die höchste Leistung zu erzielen, stellt sich der Wechselrichter laufend auf diejenige Spannung ein, bei der die Module unter den gegebenen Witterungsverhältnissen ihren MPP erreichen.

Neigungswinkel
Der Neigungswinkel gibt den Winkel zwischen Kollektoren oder  PV-Module zur Horizontalen an.

Nennleistung
Leistungsabgabe eines Solarmoduls (Solarzelle) im MPP (Link) bei Standard-Test- Bedingungen.

Nennstrom
Strom eines Solarmoduls (Solarzelle) im MPP (Link) bei Standard-Test- Bedingungen.

Netzeinspeisung
Einleitung des Solarstromes über einen Wechselrichter in das Netz des Energieversorgers. Vergütung des eingespeisten Stromes nach dem EEG (Link).

Netzkoppelung
Prinzip von Photovoltaikanlagen, die in das öffentliche Stromnetz einspeisen.

Optische Verluste
Ist der Anteil der Sonnenstrahlung, der durch den Absorber nicht aufgenommen werden kann. Verluste entstehen durch Absorption in der Scheibe und durch Reflexion.

Optischer Wirkungsgrad
Gibt an, welcher Anteil der auftreffenden Sonneneinstrahlung vom Kollektor in Wärme umgewandelt wird.

Peakleistung
Siehe Kilowatt peak.

Performance Ratio
Performance Ratio ist eine Kennzahl zur Einschätzung der Anlagengüte. Sie ergibt sich aus der tatsächlichen eingespeisten Energieertrages und der Gegenüberstellung des idealen Energieertrages.

Photovoltaik
Photovoltaik ist die Technik der Solarenergie, bei der Sonnenlicht in elektrischen Strom umgewandelt wird. Der Begriff setzt sich zusammen aus Photon (griechisch für Licht) und dem Namen des Physikers Alessandro Volta (1745-1827).

Polykristallin
Silizium in teilgeordneter Kristallstruktur. Basismaterial von polykristallinen Solarzellen. Strukturierte, blaue Färbung der Solarzelle mit für PV-Module typischen kristallinen Bildes. Polykristalline Zellen haben gegenüber monokristallinen Zellen einen leicht geringeren Wirkungsgrad, sind aber durch die speziellen Fertigungstechnologien und den hohen Fertigungskapazitäten für die PV-Industrie maßgeblich und bieten ein optimiertes Preis-Leistungsverhältnis.

PV
Abkürzung für Photovoltaik.

PV-Modul
Zusammengeschaltete und verkapselte Solarzellen zur Erreichung bestimmter Kennwerte und zu deren mechanischem Schutz.

Reflexion
Die Sonneneinstrahlung, die von einer Oberfläche zurückgeworfen (reflektiert) wird

Röhrenkollektor
Siehe Vakuumröhrenkollektor.

Schutzklasse II
Elektrische Geräte sind doppelt bzw. verstärkt isoliert, damit Personen sicher gegen elektrischen Schlag geschützt sind.

Schutzkleinspannung
Die Schutzkleinspannung ist für den Menschen nicht lebensbedrohlich und darf daher die max. DC-Spannung 120 V bzw. die max. AC- Spannung von 50 V nicht überschreiten.

Selektive Beschichtung
Beschichtung auf dem Absorber, die einen hohen Anteil der Energieaufnahme ermöglicht und gleichzeitig die Emission (Abstrahlung) des Absorbers reduziert.

Silizium
Nach Sauerstoff das zweithäufigste chemische Element auf der Erde. Basismaterial in der Halbleiterindustrie. Grundmaterial in der Herstellung von Solarzellen. Silizium liegt nicht in elementarer Form vor, sondern hauptsächlich als Verbindung mit Sauerstoff als Quarzsand (SiO2).

Solar
(lat.: die Sonne betreffend).

Solaranlage
Systeme zur Umwandlung der Sonnenstrahlung in nutzbare Energie in Form von Wärme oder Strom.

Solarer Deckungsanteil
Siehe Deckungsanteil.

Solarflüssigkeit
Flüssigkeit, die die Wärme aus dem Kollektor aufnimmt, transportiert und über den Wärmetauscher im Speicher an das Brauchwasser abgibt. Durch ein Glykol-Wasser-Gemisch als Wärmeträgermedium wird Frostsicherheit gewährt.

Solargenerator
Siehe Generator.

Solarmodul
Siehe PV-Modul.

Solarspeicher
Da das Energieangebot der Sonne mit den Zeiten des Wärmebedarfs selten übereinstimmt, muss die solar erzeugte Wärme gespeichert werden. Thermische Solaranlagen speichern die gewonnene Wärme in Warmwasserspeichern.

Solarstrom
In Solarzellen direkt erzeugter Gleichstrom.

Solarthermie
Die Umwandlung von Sonnenstrahlung in direkt nutzbare Wärme.

Solarzelle
In Solarzellen werden unter Zufuhr von Licht oder Wärme positive und negative Ladungsträger freigesetzt (Photoeffekt) und Gleichstrom erzeugt. Sie bilden die kleinste Einheit in einer Photovoltaikanlage.

Spannung
Das Formelzeichen der Spannung ist U – abgeleitet vom lat. urgere (drängen, treiben, drücken). Sie wird im internationalen Einheitensystem in der Einheit Volt (Einheitenzeichen: V) angegeben, benannt nach Alessandro Volta.

Stillstandstemperatur
Temperatur im Kollektor an der wärmsten Stelle am Absorber, wenn keine Energie entnommen wird.

Standardtestbedingungen (STC)
(STC, engl.: Standard Test Condition).
Um verschiedene PV-Module bzw. Solarzellen miteinander objektiv vergleichen zu können, wurden für die Ermittlung der Solarmodul- bzw. Solarzellenkennlinie einheitliche Test-Bedingungen wie folgt festgelegt.
1. Eine Einstrahlung E von 1000 W/m²
2. Eine Zelltemperatur T von 25°C mit einer Toleranz von ± 2°C
3. Ein definiertes Lichtspektrum AM = 1,5

Strang
Bei einer Reihenschaltung von mehreren Modulen wird von einem Strang oder auch englisch von einem String gesprochen.

Systemwirkungsgrad
Verhältnis vom Solarertrag zur Einstrahlungssumme. Bewertet die Effizienz der gesamten Solaranlage.

Teillast
Die Anlage erzeugt selten die gesamte Nennleistung. Meist arbeitet sie im Teillastbereich, hauptsächlich die Wechselrichter.

Temperatur-Differenzregelung
Regelung einer thermischen Solaranlage nach dem Verhältnis von der Kollektor- zur Speichertemperatur im unteren Speicherteil.

Temperatur-Koeffizient
Der Temperatur-Koeffizient gibt an um wie viel Prozent pro Celsius sich Strom, Leistung und Spannung verkleinern oder vergrößern.

Temperaturschichtung
Schichtweiser Temperaturaufbau im Solarspeicher. Temperatur im Speicher ist von unten nach oben ansteigend. Schichtentechnik verdichtet die Wärme auf ein hohes Temperaturniveau das besser genutzt werden kann.

Thermische Solaranlage
System zur Umwandlung der Sonnenstrahlung in nutzbare Energie in Form von Wärme.

V
Abkürzung für Volt. Einheit der elektrischen Spannung.

Vakuumröhrenkollektor
Bei dieser Bauform befindet sich der Absorber in einem luftleeren Glasrohr, wodurch nutzbare Temperaturen bis 150°C erreicht werden können, die in der Prozesswärme nützlich sind. Für Anlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung sind die Kennwerte von Flachkollektoren und Röhrenkollektoren annähernd gleich.

Verschattung
Schatten auf Solaranlagen durch Dachaufbauten oder Bäume führen zu Ertragsverlusten bei Solaranlagen.

W
Abkürzung für Watt. Einheit der elektrischen Leistung.

Wärmetauscher
Die vom Kollektor absorbierte Energie wird durch den Wärmeübertrager vom Primär- oder Kollektorkreislauf an einen Sekundärkreislauf (Brauchwasser, Heizung) übertragen.

Wechselrichter
Gerät zur Umwandlung der solar erzeugten Gleichspannung in eine netzkonforme Wechselspannung zur Nutzung und Einspeisung ins öffentliche Stromnetz.

Wechselstrom (AC, engl. Alternating current)
Elektrischer Strom mit einer Nennspannung von 230 V beim Hausanschluss. Wechselt mit 50 Hz 100-mal pro Sekunde seine Richtung. Der Verlauf der Spannung erfolgt dabei sinusförmig. Bei kleinen Stromabnehmern meist  mit einer Stromleitung einphasig  ausgelegt. Größere Stromabnehmer werden mit dreiphasigem Strom ans Stromnetz angeschlossen, um die Leitungsverluste niedrig zu halten.

Wirkungsgrad
Verhältnis der nutzbaren Energie zur eingesetzten Energie.

Zellverkapselung
Bei der Verkapselung mit EVA (Link) werden die Zellen in einer Vakuumkammer bei erhöhter Temperatur zu einem Laminat zusammengefügt. Das EVA benötigt auf der Vorderseite einen UV- beständigen Wetterschutz, dafür wird ein hochtransparentes Weißglas genutzt. Die Rückseite kann aus einer konventionellen Glasscheibe oder einer hochfesten Folie bestehen. Neben der EVA- Verkapselung gibt es auch noch das Verfahren der Teflon-Verkapselung und die Gießharz-Verkapselung.